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Choralschola

Die Entstehung

Als Ralf Rick im Januar 2010 seine Tätigkeit als Seelsorgebereichsmusiker in dieser Gemeinde aufgenommen hatte, stellte er fest, dass hier erfreulicherweise sehr viele musikalische Gruppierungen mit unterschiedlichen musikalischen Ausrichtungen aktiv sind, aber keine, die sich mit den Gesängen des Gregorianischen Chorals beschäftigt. Für ihn Grund genug, eine Choralschola zu gründen!
Im April 2010 fanden die ersten Proben statt und es stellte sich heraus, dass diese neuen – eigentlich ja uralten – Gesänge für die Sängerinnen und Sänger eine fremde aber auch reizvolle Materie darstellten. Dieser Eindruck bestätigte sich in den Gottesdiensten, in denen die Choralschola musikalisch mitwirkte. Die größte Schwierigkeit bestand von Beginn an darin, dass auch die Gemeinde die Gesänge kennen lernen muss! Hier und da ist zu beobachten, dass einigen die Gesänge bekannt sind – vielen jedoch nicht…

Die Musik

Das Grundrepertoire des Gregorianischen Chorals ist im Zuge der karolingischen Liturgiereform unter Pippin dem Jüngeren (714-768) zwischen 754 und 800 n. Chr. durch das Zusammentreffen der aus Rom überbrachten altrömischen Gesänge auf die Sänger in den fränkischen Klöstern entstanden. Durch die Synthese dieser beiden Gesangskulturen entstand das, was wir heute Gregorianischen Choral nennen – die Keimzelle unserer gesamten abendländischen Musik!
In der Folge ab etwa 900 n. Chr. entstanden die ersten Versuche, die Musik zu notieren. Dies geschah mit Hilfe der sog. Neumen, aus denen sich in den folgenden Jahrhunderten unsere heutige Notenschrift entwickelte.
Das Besondere dieser Musik ist ihre freie, nicht auf einen konstanten Puls basierende Rhythmik, wodurch die Gestaltung der Phrasierung (frz. „la phrase“ – der Satz, d.h. der musikalische Bogen) eine größere Sensibilität bekommt. Es ist enorm schwer, diese Aspekte in einer Gruppe einheitlich zu gestalten. Von daher sehe ich im Singen gregorianischer Gesänge sowohl eine große Herausforderung als auch eine hervorragende Schulung für Chorsänger.

Die Gruppe

Die Choralschola unserer Pfarrgemeinde probt wöchentlich und besteht zur Zeit mit ihrem Chorleiter aus insgesamt neun Sängerinnen und Sänger.
Sängerinnen? Oft wird gefragt, wieso Frauen in der Schola mitsingen?! Zum einen möchte Ralf Rick möglichst viele Menschen für diese Musik begeistern und ist vor dem Hintergrund der oben beschriebenen großen sängerischen Herausforderung froh, genügend Sängerinnen und Sänger gefunden zu haben. Zum anderen war es in den Scholen der mittelalterlichen Klöster üblich, dass auch Knaben in Frauen-Stimmlage mitsangen!
Erstmalig trat die Choralschola in einem Gottesdienst am 01. November 2010 (Allerheiligen) in St. Blasius öffentlich in Erscheinung. Mittlerweile war sie in allen Kirchen unserer Pfarrgemeinde und auch in einem Beitrag im Domforum zu hören.

Veranstaltungen

Vortragsabend "Kirche in der Krise - wie geht es weiter?"
Mi, 30.05.12 - im Jugendheim St. Blasius

Pfarrfest in Rondorf
Sa, 02.06.12

Flohmarkt der 1-Welt-Gruppe
Sa, 23.06.12

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