Andreashilfe heute
Gegen Ende des vergangenen Jahres 2001 konnte die Andreashilfe auf 50 Jahre ihres
Bestehens zurückblicken, ein halbes Jahrhundert mit vielseitigem Einsatz ihrer Mitglieder,
Sammlerinnen und Sammler. Die neue Orgel in St. Andreas ist ihr jüngster und größter Erfolg.
Die Satzung beschreibt den Vereinszweck mit " Pflege des katholisch-kirchlichen
Geistes und religiösen Gemeinschaftslebens in Schlebusch." Der Verein soll "insbesondere durch
Beschaffung von Mitteln für die Unterhaltung und Ausschmückung der Pfarrkirche, des Pfarrheims und
der sonstigen zu der Kirche gehörenden kirchlichen Gebäude und Einrichtungen und deren Umgebung,
und außerdem durch Förderung überpfarrlicher Anliegen" den Satzungszweck verwirklichen.
Die (Geld-)Mittel haben von Anfang an eine Rolle gespielt - eine Kirchenrenovierung
unter Pfarrer Heinrich Schmitz stand ja bevor - aber nicht nur, wie Sammelhefte aus jener Zeit
deutlich machen: Monat für Monat 20 Pfennig, später 50 Pfennig oder 1 Mark bei den Mitgliedern
einholen und im Pfarrbüro übergeben, hatte auch den Sinn, mit den Mitgliedern ins Gespräch kommen
zu können, ganz sicher bei denen, die krank oder alt waren und nicht am Gottesdienst teilnehmen
konnten. Die Mühe der Helferinnen und Helfer, meist auch Mitglied in einem der Pfarrvereine, war
beispielhaft. Heute gibt es solche Personen noch, wenn auch in geringerer Zahl.
Die Lebensgewohnheiten haben sich inzwischen sehr verändert, so dass monatliches
Sammeln nicht mehr "in" ist. Jahresbeträge, frei gewählt, und Überweisungen auf das Bankkonto
werden mehr und mehr bevorzugt. Auch im Pfarrbüro gibt es nicht mehr die ganztägige
Besetzung.
Die renovierte Andreaskirche macht deutlich, dass nicht alles, was bei der Planung
an wünschenswerten Maßnahmen vorgeschlagen wurde, auch ausgeführt worden ist. So wurde z.B. die
alte Beleuchtung beibehalten. Lediglich "dunkle Stellen" sind mit Strahlern beseitigt worden. Die
vorgefundenen Teile der ursprünglichen Ausmalung wurden nicht restauriert, sondern nur
dokumentiert, werden wieder verdeckt und für kommende Generationen zur Entscheidung belassen. Eine
zusätzliche Glocke H, die vom Glockensachverständigen des Erzbistums empfohlen worden war, wurde
nicht angeschafft.
Die Andreashilfe konnte jedoch mit den angesammelten Geldern zur Orgel 70 000,- Euro
beisteuern und die Ergänzung der Beleuchtung mit rund 10 000,- Euro übernehmen. Noch zu finanzieren
sind als größere Brocken die Gestaltung des Standortes für den Gezelinusschrein, die Anpassung des
Beichtstuhls an die heutige Beichtpraxis, die Sicherung der Andachtskapelle mit der Pieta sowie die
Wiederherrichtung der 7 Fußfälle an der Gezelinkapelle. Am Pfarrsaal ist ein Regenschutzdach über
dem Rollstuhlfahrereingang gewünscht.
Weil die Eigenmittelrücklage der Kirchengemeinde infolge der Kirchensanierung
aufgebraucht ist, gewinnt die Andreashilfe mit ihren regelmäßigen Beiträgen besondere Bedeutung.
Auf bisherige und hoffentlich auch neue Mitglieder, die sich mit kleinen Beträgen dauerhaft
beteiligen wollen, ruhen die Erwartungen. Es lohnt sich mitzumachen!
Für Überweisung nutzen Sie bitte unser
Konto 104 026 554
bei der Sparkasse Leverkusen [BLZ 375 514 40].
Hermann Siefen, KV
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