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Priesterweihe

Priesterweihe im Dom zu Köln Priesterweihe im Dom zu Köln

Seit unmittelbar nachneutestamentlicher Zeit wird das eine Amt in der Kirche in einer dreifachen Abstufung weitergegeben: als Amt des Bischofs, der Priester und der Diakone. Vor allem weil man später den Zusammenhang von Priestertum und Opfer lange Zeit sehr eng bestimmte, erschien es fraglich, ob die Bischofsweihe, die ja bezüglich der Feier der Eucharistie gegenüber den „einfachen” Priestern keine „höhere” Vollmacht verleiht, ein Sakrament sei. Diese Frage ist durch das II.Vatikanische Konzil endgültig geklärt. Das Konzil lehrt, „dass durch die Bischofsweihe die Fülle des Weihesakramentes übertragen wird” (LG 21; vgl. 26). Sache der Bischöfe ist es infolgedessen, anderen die Weihen zu erteilen (vgl. LG 21;26). Die Sakramentalität der Priesterweihe war in der Kirche nie umstritten. Dabei sah man immer in der Feier des Meßopfers die zentrale Aufgabe des Priesters und die Vollendung seines Dienstes (vgl. PO 2). 
  
Die Gestalt des Sakraments der Weihe hat im einzelnen eine lange Geschichte. Die mit Gebet verbundene Handauflegung wurde immer vollzogen. Sie wurde aber im Lauf der Geschichte durch teilweise aus dem AltenTestament übernommene ausdeutende Ritenergänzt: bei der Diakonenweihe die Übergabe des Evangelienbuches, bei der Priesterweihe die Salbung der Hände und die Übergabe der heiligen Geräte (Kelch und Patene), bei der Bischofsweihe das Auflegen des Evangelienbuches auf das Haupt, die Salbung des Hauptes mit Chrisam und die Übertragung der bischöflichen Insignien (Ring, Mitra, Hirtenstab).

Das Sakrament der Weihe schenkt eine besondere Teilhabe am Amt Jesu Christi, des einen und einzigen Hohenpriesters und des einen Mittlers zwischen Gott und den Menschen (vgl. 1 Tim 2,5). Dadurch wird der Geweihte befähigt, im Vollzug seiner Sendung „in der Person Christi”, des Hauptes der Kirche, zu handeln. Näherhin hat er besonderen Anteil am Priester-, Propheten- und Hirtenamt Jesu Christi. Er hat also einen dreifachen Dienst : Er ist ausgesandt zur Verkündigung und zur Lehre, zur Spendung der Sakramente und um das ihm anvertraute Volk Gottes zu leiten. Ähnlich wie bei der Taufe und wie bei der Firmung wird diese Teilhabe am Amt Jesu Christi ein für allemal verleihen. Deshalb verleiht auch das Sakrament der Weihe ein unauslöschliches geistiges Prägemal und kann nicht wiederholt werden (vgl. LG 21; 28; 29; PO 2). Ein einmal gültig Geweihter kann zwar bei Vorliegen entsprechender Gründe von den bei der Weihe übernommenen Verpflichtungen entbundenwerden, aber er kann nicht ehr im eigentlichen Sinn Laie werden. Die einmal empfangene Berufung und Sendung bestimmt ihn bleibend. Das Wort „Laisierung” ist deshalb missverständlich. Sie besagt, dass der Betreffende keine priesterliche Tätigkeit mehr ausüben darf.
Katholischer Erwachsenenkatechismus 1985, S. 382ff 
   
Über Berufung schreibt ausführlich:
P. Willi Lambert SJ, in: WEGBEREITER. Magazin für Berufe der Kirche 1/96, 12f. zu finden unter: www.erzabtei.de/html/berufung.htm 
   
Über Priestertum informiert sehr ausfürlich Karl Hörmann in: Lexikon der christlichen Moral LChM 1976, Sp. 1301-1325 
zu finden unter: www.stjosef.at/morallexikon/priester.htm

 

 




 

 

 





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