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St. Suitbertus in Kaiserswerth

Der Suitbertus-Stiftsplatz mit der Basilika in der Mitte ist ein wunderschöner ruhiger Ort, der in seinem Erscheinungsbild aus der Zeit des Kanonikerstifts erzählt.

Die Basilika von Kaiserswerth geht auf die Klostergründung des englischen Wanderbischofs Suitbertus um das Jahr 700 zurück. Herr der damaligen Rheininsel war der fränkische Hausmeier Pippin von Heristal, der den Missionar Suitbertus und seine Glaubensbrüder nach der Flucht vor den Sachsen aufnahm. Er überließ Suitbertus die Insel, auf welcher der spätere Heilige ein Benediktinerkloster gründete. Suitbertus starb hier am 1. März 713.

Suitbert, der ab dem  9. Jahrhundert als Heiliger verehrt wurde, zog bald recht viele Wallfahrer nach Kaiserswerth.

Die Kirche, ursprünglich dem Heiligen Petrus geweiht und später mit Suitbertus als Patron, wurde im 8. Jahrhundert von Sachsen überfallen. Ein Jahrhundert später waren es die Normannen, die das Kloster heimsuchten. Aus der kleinen Klosterkirche wurde in dieser Zeit erstmals eine dreischiffige Basilika.

In den folgenden Jahrhunderten erlitt die Kirche bei Belagerungen und Kriegen weitere starke Beschädigungen. Besonders groß waren die Schäden bei der Belagerung Kaiserswerths im Spanischen Erbfolgekrieg 1702. Aus der Zeit des Wiederaufbaus stammt auch die eindrucksvolle Bebauung des heutigen Suitbertus-Stiftsplatzes.

Um die Jahrtausendwende  wurde aus dem Benediktinerkloster ein Kanonikerstift, das bis zur Säkularisation im Jahre 1803 bestand. Die ehemalige Stiftskirche wurde danach zur Pfarrkirche von Kaiserswerth.

Die Bautätigkeiten ab dem Jahr 1870, bei denen die Kirche vier Türme erhielt, wurden in den letzten Tagen des II. Weltkrieges durch Artilleriebeschuss wieder zunichte gemacht. Der Wiederaufbau bei dem die Reste dieser Türme abgetragen wurden, dauerte bis 1950. Seit dieser Zeit  hat die Kirche einen Dachreiter, in dem die Glocken aufgehangen sind. Die Kirche wurde immer wieder aufgebaut und die heutige Basilika steht somit in der Folge einer Reihe von Kirchbauten an gleicher Stelle. 

Wegen der besonderen Glaubensgeschichte am Ort und der historischen Bedeutung des Kirchenbaus, erhielt St. Suitbertus als erste Kirche in Düsseldorf 1967 den päpstlichen Titel einer "Basilika minor". 
 

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