ERZBISTUM KÖLN     
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St. Lambertus Kalkum

  

        

   

 

  

Kalkum ist ein wunderschönes, gepflegtes Dorf mit Wurzeln, die mehr als 1100 Jahre zurückgehen. Neben dem noch dörflichen Ortskern von Kalkum gibt es vor allem das Schloss: Ein imposanter vierflügeliger klassizistischer Prachtbau mit integrierten Bauteilen der sehr viel älteren Vorgängerbauten. Auch der umgebende Landschaftsgarten, den der Düsseldorfer Gartenarchitekt Maximilian Friedrich Weyhe Anfang des 19. Jahrhunderts anlegte, ist einen Besuch wert.

Doch nicht nur das Wasserschloss ist Attraktion und beliebtes Ausflugsziel; auch die katholische Pfarrkirche St. Lambertus beeindruckt durch ihr imposantes Erscheinungsbild. Sie ist nicht nur aufgrund ihres Alters eines der bedeutendsten Baudenkmäler in Düsseldorf, sondern auch wegen Ihrer Ausstattung und der Rolle in der Geschichte von Kalkum.
Die Pfarrkirche St. Lambertus markiert trotz ihrer bescheidenen Größe einprägsam das historische Ortszentrum von Kalkum. Die ältesten Nachrichten über den im Norden von Düsseldorf gelegenen Ort stammen aus dem 9. und 10. Jahrhundert, in denen der Königshof Kalkum, bestehend aus Kirche, Haupthof (heute Schloss Kalkum) und Wassermühle, beschrieben werden. Die ältesten Teile der Kirche wurden bereits im 11. Jahrhundert errichtet, größere Baumaßnahmen sind für das 12. und den Beginn des 13. Jahrhunderts bezeugt. Da die Stiftung des Hauptaltares in das Jahr 1236 datiert wird, war das Gotteshaus spätestens zu diesem Zeitpunkt vollendet. Der heilige Lambertus war offenbar von Anfang an Patron der Kirche in Kalkum, da über ein anderes Patrozinium bis heute nichts bekannt ist. 

Nach der Säkularisation des Stiftes Kaiserswerth (1804), zu dem St. Lambertus seit 1597 gehörte, verfiel das Gebäude zusehends; man dachte an Abriss und Neubau. Doch manche Bauhistoriker des 19. Jahrhunderts bezeichneten die Kirche als eines der »merkwürdigsten Baudenkmäler des Niederrheins« und retteten sie damit vor dem Abriss. Deshalb wurde St. Lambertus zwischen 1892 und 1897 grundlegend restauriert und mit einer historistischen Ausstattung des 19. Jahrhunderts versehen. Diese entsprach jedoch am Ende der 1970er Jahre nicht mehr dem Geschmack der Zeit, und so wurde das Gebäude 1983 einer erneuten Restaurierung und Neuausstattung unter der Leitung des Architekten Heinz Thoma unterzogen.

Ergebnis dieser letzten Restaurierung ist eine gelungene Verbindung zwischen historischer und moderner Kirchenkunst und der strengen Ordnung eines romanischen Bauwerks.
Zitat: FROMMERT, Christian, Kirche des Monats im Erzbistum Köln: März 2005, http://www.kirche-des-monats.de/2005/03/haupttext.html (16.01.2006)

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