ERZBISTUM KÖLN     
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Bruderschaften im Pfarrverband

Bereits in den Anfängen des Christentums war die Idee der Brüderlichkeit ein wichtiges Element, das die Gemeinschaft der frühen Kirche prägte. Die Beschränkung der Bruderschaft auf eine spezielle Sozialform katholischer Frömmigkeit ist erst eine Entwicklung des 16. bis 18. Jahrhunderts.

Am Beginn des mittelalterlichen Bruderschaftswesens standen die von den Klöstern ausgehenden Gebetsverbrüderungen, bei denen die Mitglieder durch freiwillig übernommene Gebetsverpflichtungen miteinander verbunden waren, im Mittelpunkt. Die gemeinschaftsbildende Kraft der geistlichen Bruderschaften führte allmählich zur Übernahme gesellschaftlicher, kultureller und sozial-karitativer Aufgaben.

Den meisten Bruderschaften war die Pflege und Sicherung des Totengedenkens für die verstorbenen Mitglieder durch die Lebenden ein zentrales Anliegen. Insgesamt konnte sich ein vielfältig spezialisiertes Bruderschaftswesen entwickeln, das, an Kloster-, Stifts- oder Pfarrkirchen angebunden, auch Aufgaben weltlichen Charakters übernahm und eine hohe Bedeutung für die städtische Gesellschaft erlangte.

Einen bedeutenden Einschnitt stellt das Zeitalter der Reformation und Konfessionalisierung dar. Während im protestantischen Bereich in Konsequenz der von Martin Luther geäußerten Kritik das Bruderschaftswesen völlig zum Erliegen kam, erlebten die frommen Vereinigungen in katholischen Gebieten im 17. und 18. Jahrhundert einen neuen Aufschwung.
 
In der Aufklärungs- und Säkularisationszeit um die Wende des 18. zum 19. Jahrhundert kam es zu nachhaltigen Bemühungen um Eindämmung der Bruderschaften, doch ist - im Rheinland jedenfalls - die Zahl der in diesen Jahrzehnten fortbestehenden Vereinigungen beträchtlich.

Wir können stolz sein, dass  die Bruderschaften für unser Gemeindeleben im Pfarrverband im Jahre 2014 immer noch eine bedeutende Rolle spielen,. 

Geistlicher Impuls:
Tedeum - Stundengebet für jeden Tag

 

 

 

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