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Katholische Frauengemeinschaft St. Remgius
Heute zählt die
kfd von St. Remigius in
Wittlaer über 220 Mitglieder und so fing alles an:
Mit einer Urkunde des Erzbischofs von Köln, Felix Kardinal von Hartmann, vom 8. Januar 1917
wurde dem damaligen Pfarrer von St. Remigius, Pfarrer Heinrich Sebastianus Goebels, genehmigt,
einen „Verein Christlicher Mütter unter dem Titel und der Anrufung der allerseligsten
Jungfrau und schmerzhaften Gottesmutter Maria“ zu gründen.
In der Errichtungsurkunde wird der jeweilige Pfarrer bzw. dessen Stellvertreter zum
geistlichen Vorsteher bestimmt. Wie in der damaligen Zeit nicht anders zu erwarten, gab es nur ein
„männliches“ Formular für die Urkunde zur Gründung eines christlichen Vereins. So ist
in diesem Papier mehrfach von „Bruderschaft“ die Rede. Es war damals schon schwierig,
einen weiblichen Titel für diesen Verein zu finden. Am 22. April 1917 hat dann Pfarrer Goebels alle
verheirateten Frauen aus Wittlaer zu einer Versammlung eingeladen, um die Ziele des zu gründenden
„Vereins Christlicher Mütter“ vorzustellen. Es wurden lt. Satzung nur verheiratete
Frauen aufgenommen. Für ledige Frauen gab es die Jungfrauen-Congregation. Da ja 1917 der 1.
Weltkrieg tobte und die Frauen allein waren, schlossen sich direkt 61 Frauen zusammen und trafen
sich zum Beten in der Gemeinschaft, hofften und bangten um ihre Männer und Söhne, stärkten sich
gegenseitig in der Kindererziehung, teilten, was sie hatten, trösteten einander und sprachen sich
Mut zu. Sie spürten in ihrer Not, dass Gemeinschaft stark macht.
Die erste Präfektin war Frau Wilhelmine Walbröhl. Ihre Nachfolgerinnen waren:1925 –
1937 Frau Anna Juchem; 1937 – 1959 Frau Maria Frangen;1959 – 1971 Frau Käthe
Braun. Die Präfektinnen wurden jeweils vom Pfarrer ernannt.
Ab 1971 wurde dann zum ersten Mal eine Vorsitzende gewählt: 1971 – 1983 Frau Käthe
Baak; 1983 – 1995 Frau Marianne Janssen; 1995 – 1998 Frau Katharina Resch; 1998 –
2002 Frau Ursula Biermann; 2002 - 2009 Frau Rosemarie Bollen und seit 2010 Frau Karla
Hundgeburt.
Zur Zeit gehören dem Vorstand an: Präses: Pfarrer Msgr. Peter Krischer;
Vorsitzende: Karla Hundgeburt; Stellvertr. Vorsitzende: Rosemarie Bollen;
Schriftführerin: Susanne Hundgeburt; Kassiererin: Johanna Reil.
Aus dem damaligen „Mütterverein“ wurde im Jahre 1968 die
„Frauengemeinschaft“. Die Frauengemeinschaft wurde geöffnet für alle Frauen – für
Mütter und kinderlose Frauen, Verheiratete und Ledige, Frauen in vielfältigen Lebensformen und
Lebensphasen. Natürlich haben sich auch die Aufgaben und Möglichkeiten der Frauen von heute
verändert. In der heutigen Zeit ist es nicht mehr selbstverständlich, die Nachfolge Christi zu
leben. In der kfd können jedoch Aktivitäten vor einem christlichen Hintergrund geplant und
durchgeführt werden. Hier können Frauen sich an christlichen Werten orientieren und sich für eine
frauengerechte Kirche und Gesellschaft stark machen. Ebenso ist die Einbindung in politischer
Verantwortung jetzt ein selbstverständlicher Teil des Engagements der kfd. Die kfd ist der größte
Frauenverband Deutschlands. Es ist gut zu wissen, dass viele Frauen hinter den Aufgaben und Zielen
dieses Verbandes stehen.
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