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Was ist Kairós ?

Gemeinwesenentwicklung in den Armenvierteln am Rande von Santiago ....

 

Kairós ist eine staatlich anerkannte Nicht-Regierungs-Organisation mit ökumenischer Ausrichtung, die von zwei Zentren aus Projekte der Gemeinwesenentwicklung im Großraum Santiago unterhält.

 

Sie hat etwa 20 chilenisch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Geschäfstführerin ist die Chilenin Silvana Buholzer.

Das Wort Kairós bezeichnet im Griechischen des Neuen Testaments den „rechten Augenblick", den „Zeitpunkt der Entscheidung", in den der Mensch durch die Botschaft vom Reich Gottes gestellt ist. Die Organisation ist zu einem Zeitpunkt entstanden, als es in der Kirche Chiles nach dem Ende der langjährigen Pinochet-Diktatur heftige Auseinandersetzungen über den künftigen Kurs der Arbeit in den Armenvierteln gab. Die Gründerinnen und Gründer von Kairós wollten sicherstellen, dass eine selbstbestimmte, nicht bevormundende Sozialarbeit mit den Armen, wie sie zur Zeit der Diktatur unter dem Schutz des damaligen Erzbischofs von Santiago geleistet wurde, weiterhin möglich blieb.

 

Ziel von Kairós ist „Hilfe zur Selbsthilfe" im besten Sinn. Den Bewohnern der Armenviertel werden keine Projekte übergestülpt, die man am grünen Tisch erdacht hat und die solange laufen, wie der Experte vor Ort ist. Vielmehr arbeitet Kairós mit den Selbsthilfegruppen der Armen zusammen, unterstützt ihre Initiativen, bildet ihre Mitglieder aus und stärkt ihnen den Rücken gegenüber den Behörden bei der Vertretung ihrer Interessen. Wo keine Basisorganisationen vorhanden sind, versucht Kairós die Gründung solcher Initiativen anzuregen und zu begleiten.

25 Jahre Kairós

 

Inzwischen kann Kairós auf 25 Jahre Entwichklungsarbeit zurückblicken.

Sivana Buholzer resumiert in ihrem Schreiben vom Dezember 2014:

 

„Heute können wir die Früchte sehen:

  • Jugendliche, die beruflich qualifiziert wurden und nun ihren Lebensunterhalt mit der Ausübung ihres Berufs verdienen können,
  • Frauen und Männer, die ihre Lehrgänge beendet und auf diese Weise ihre Arbeitsmöglichkeiten verbessert haben,
  • Frauen, die ermutigt wurden zur Übernahme von Leitungsaufgaben,
  • Kinder, die gestärkt wurden und nun ihren Alltag in der Schule besser bewältigen zu können.

Männer und Frauen haben das Leben auf der Straße hinter sich gelassen und sich erneut in die Gesellschaft integriert. Kinder und Jugendliche, die in eine widrige, von Kriminalität und Drogensucht geprägte Welt eingeschlossen waren, sehen heute eine ganz andere Welt, unterschieden von der, die sie gewohnt waren. Wir glauben, dass wir dazu beitragen konnten, Samenkörner der Hoffnung zu säen.“

 

 

 

 

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