Termine St. Andreas

Schlebuscher Orgelnacht "Von Jagd bis Jazz - das Horn, eine runde Sache"
01.09.2017 - mit Heinz-Peter Kortmann und Dr. Stefan Kames an der Orgel

Die erste Ausstattung der Pfarrkirche

 

Die St. Andreas-Kirche ist eine dreischiffige Backsteinbasilika mit einschiffigem Querhaus, Chor, Apsis und Nebenapsis auf der rechten Seite. Ursprünglich hatte auch das linke Seitenschiff eine Apsis; sie wurde 1952/54 niedergelegt, um die Sakristei zu erweitern. Die beiden fünfstöckigen, 53 m hohen Türme bestimmen die Westfassade. Bis 1950 befanden sich hier drei Eingänge. Die Statue des Pfarrpatrons Andreas stand über dem kleinen Giebel des Haupteingangs.


Unter Pfarrer Karl Bund (1899-1913) wurde die Kirche ausgemalt. Aber schon 1915 wurde sie durch eine Explosion in der Carbonitfabrik - im Gebiet der heutigen Waldsiedlung gelegen - stark beschädigt. Seitdem zeigen sich Risse im Gewölbe.

Zur ursprüngliche Ausstattung der Kirche gehörten drei mit Holzschnitzwerk verzierte Altäre: der Hauptaltar mit Szenen aus dem Leben des Pfarrpatrons Andreas, im linken Seitenschiff ein Marienaltar, im rechten ein dem Jugendpatron Aloysius gewidmeter Altar.

An der ersten Säule rechts war eine geschnitzte Kanzel angebracht, vor den anderen stand jeweils eine große Heiligenfigur. Erhalten sind davon nur noch vier Holzreliefs aus den Altären, eine große Madonnenfigur und die vier Evangelistenfiguren aus den Seiten der Kanzel. Zur originären Ausstattung gehören aber auch die mit Schnitzwerk versehenen Eichenbänke und der Taufbrunnen. 

Glücklicherweise wurden im 2. Weltkrieg nur die Apsisfenster zerstört. Die übrigen Fenster blieben heil. Auf den beiden großen Fenstern im Querhaus sieht man den zwölfjährigen Jesus im Tempel und Jesus als Freund der Kinder.

 

Die Fenster in den Seitenschiffen zeigen die heilige Barbara (Patronin der Sprengstoffarbeiter), Jesus als guten Hirten, den seligen Gezelinus und Maria als Königin der Jungfrauen. Die Fenster in der Westfassade stellen die heilige Cäcilia und König David als Patrone der Kirchenmusik dar.