Pastoralkonzept
Liebe Pfarrgemeindemitglieder,
unsere beiden Pfarrgemeinden waren im Rahmen des Programms „Wandel gestalten – Glauben entfalten“ dazu angehalten, ein Pastoralkonzept zu erarbeiten. Dieses Konzept dient dazu, unseren pastoralen Bemühungen ein grundlegendes strategisches Ziel zu geben, um alle Aktivitäten und Planungen hierauf abzustimmen. Die Vorgabe unseres Erzbischofs lautete, unsere pastorale Arbeit so zu gestalten, dass die Kirche in den Lebensräumen und Lebenswelten der Menschen wirksam präsent ist. Das oberste Ziel solle sein, Christus berührbar zu machen. Ausdrücklich wird betont, dass das Pastoralkonzept auf die missionarische Ausrichtung hin orientiert ist: „Die pastoralen Aktivitäten haben ein missionarisches Ziel: neues christliches Leben in den Lebenswelten der Menschen zu entfalten und durch ein glaubwürdiges Zeugnis die Menschen herauszufordern und für Christus und seine Kirche zu gewinnen.“ (1) Das Konzept dient demgemäß dazu, eine „verbindliche Planung, was durch Aktivitäten erreicht und bewirkt werden soll“ zu ermöglichen. Das bedeutet gegebenenfalls auch, „zu erklären, wo nicht mehr Zeit und Energie investiert wird.“ (2)
Dieses Pastoralkonzept soll für den gesamten Seelsorgebereich Monheim und Baumberg gelten. Der im November 2009 gewählte gemeinsame Pfarrgemeinderat beider Pfarreien und die zum 1.1.2011 vollzogene Fusion von St. Gereon und St. Dionysius machen dieses Vorhaben absolut sinnvoll. Die beiden Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte setzten Anfang 2008 eine Steuerungsgruppe ein, die dieses Pastoralkonzept erarbeitet hat. Ihr gehörten neben den Vertretern aus den genannten Gremien unsere beiden Pfarrer und Diakon Clouth als weiterer Vertreter des Pastoralteams an. Zwei Gemeindeberater aus Köln unterstützten die Arbeit der Steuerungsgruppe. Unter Einbeziehung der Gremien hatte sich die Steuerungsgruppe seit ihrem Bestehen zunächst damit beschäftigt, die gegebene Situation in den Blick zu nehmen: Welche Aktivitäten gibt es in unserer Gemeinde, welche soziale Struktur hat unsere Gemeinde und welche unsere Stadt. Wir haben Statistiken erhoben, ausgewertet und uns mit der Sinus-Milieu-Studie beschäftigt. Eine Studie, die auch Auskunft über weltanschauliche Einstellungen und Orientierungen einzelner gesellschaftlicher Milieus gibt. Im nächsten Schritt sind wir dazu übergegangen, erste Schlussfolgerungen zu ziehen und unsere zukünftige pastorale Arbeit zu diskutieren. Sie, als Pfarrgemeindemitglieder, werden gewiss nachvollziehen können, dass dies keine einfache Angelegenheit war.
Das Ergebnis dieser Arbeit wurde im Oktober 2009 einem Konvent aus interessierten Menschen aus unseren Gemeinden vorgelegt, dort diskutiert und ergänzt. Das daraus entstandene Pastoralkonzept ist nicht ein fertiges Produkt, sondern soll als Leitfaden, Auftrag zur Umsetzung und zur ständigen Aktualisierung dienen. Nach Verabschiedung durch das Generalvikariat unseres Erzbistums dient das Pastoralkonzept unseren künftigen Pfarrgemeinderäten als Orientierungsrahmen für ihre aktuelle Arbeit.
Pastoralkonzept vom Bistum im februar 2011 bestätigt
St. Gereon und St. Dionysius Monheim a. Rh. - seit dem 1. Januar 2011 sind wir eine Gemeinde. Verbunden mit dieser Tatsache ist für viele von uns sicher die Frage, wie der Weg unserer Gemeinde ab jetzt weiter gehen soll. Wir müssen uns als neue Gemeinde über viele Dinge einig sein. Wir brauchen Einigkeit in den Grundsätzen und in der Gestaltung unseres Glaubens und unseres Gemeindelebens.
Wie wird das liturgische Angebot aussehen? Was bedeutet der Zusammenschluss für mein Gremium, meinen Ausschuss oder meine Gruppierung? Was machen wir gemeinsam, was weiter „vor Ort“? Wie stellen wir uns Glaubensweitergabe vor? Wo wollen wir unsere Schwerpunkte im caritativen Handeln setzen? Wie präsentieren wir uns als Kirche in unserer Stadt? Von dieser Art sind die Fragen, vor die alle Gemeinden im Bistum in diesen Zeiten gestellt sind.
Antworten auf viele Fragen finden Sie in unserem Pastoralkonzept.
Bereits in 2009 haben wir das Konzept auf Veranlassung des Bistums durch Vertreter unserer beiden Gemeinden erstellt, seitdem veröffentlicht und dem Bistum wunschgemäß zur Kenntnis übergeben. Jetzt haben wir in einem Auswertungsgespräch mit drei Vertretern des Generalvikariats eine Rückmeldung zu unserem neuen Pastoralkonzept erhalten.
Das Ergebnis:
Unser Pastoralkonzept wird vom Bistum als Basispapier für die Arbeit in unserer Gemeinde positiv bewertet und getragen. Diese Rückmeldung des Bistums bestärkt uns als Gemeinde auf unserem Weg in unserer Arbeit und gibt uns Sicherheit. Es ist ein lebendiges Konzept und lebt von den Anregungen und der Mitarbeit aus der ganzen Gemeinde. Schauen Sie hinein!
1Wandel gestalten – Glauben entfalten. Perspektive 2020. Pfarrgemeinderatssatzung, Pastoralkonzepte im Seelsorgebereich [Köln 2009], S. 42.
2 Beide Zitate ebd., S. 46.
|