Offener Brief des Pfarrgemeinderates zum Inkrafttreten der neuen Gottesdienstordnung (21.05.2011)
Liebe Mitchristen in unserer Gemeinde St. Josef und Martin in Langenfeld!
Am Wochenende 28./29. Mai tritt nun unsere neue Gottesdienstordnung in Kraft.
Seit ihrer Bekanntgabe vor einigen Wochen haben wir in vielfältiger Weise erfahren, dass die bevorstehenden Veränderungen in allen Bereichen unserer Gemeinde St. Josef und Martin neben Zustimmung auch Kritik und Trauer ausgelöst haben. In unterschiedlicher Weise haben sich die Menschen zu den Beschlüssen geäußert, ihre Fragen und ihren Kummer formuliert und vorgetragen. Auch eine öffentliche, über die Medien ausgetragene Debatte fand statt. Weit überwiegend erfolgte die Diskussion auf eine konstruktive und sachliche Weise.
Dafür sind wir dankbar, weil wir als Pfarrgemeinderat bei aller Betroffenheit in allen Teilen der Gemeinde Unterstützung und Verständnis für unsere sorgfältig überlegten und wohl abgewogenen Argumente fanden.
Wir sind jedoch auch traurig und betroffen, dass manche Diskussionen Sachlichkeit vermissen ließen, dem PGR die Legitimation für sein Handeln abgesprochen wurde, Argumente verdreht wurden und sogar, was uns besonders betrübt, persönliche Angriffe und Verunglimpfungen gegen den PGR insgesamt und einzelne seiner Mitglieder gerichtet wurden.
Das hat uns verletzt, denn wir haben als Mitglieder des demokratisch gewählten Pfarrgemeinderates in Zusammenarbeit mit dem Pastoralteam die uns übertragene Verantwortung und die uns aufgegebene Beratungs- und Entscheidungskompetenz wahrgenommen. Unser Anliegen war und ist es, die neue Gemeinde voranzubringen und zusammenzuführen. Dazu gehört auch, dass wir uns rechtzeitig den Fragen stellen, die die Zukunft betreffen. So war es gut und richtig, nach Abwägung aller Argumente und unter Berücksichtigung der von uns offen gelegten Rahmenbedingungen und Kriterien jetzt eine zukunftsfähige Gottesdienstordnung zu entwickeln.
Wir treten mit dem kommenden Wochenende in eine weitere Phase ein und werden nun die neue Gottesdienstordnung anwenden.
Wir hoffen und wünschen uns, dass jetzt die kreativen Kräfte an den Orten kirchlichen Lebens mit Engagement und guten Ideen an der Veränderung mitwirken. Die Eucharistiefeier ist Mittelpunkt unseres gemeindlichen Lebens. Um sie herum aber gestaltet sich in der Vielfalt anderer Begegnungen und Aktivitäten eben auch Gemeindeleben. Nur zusammen wird das lebendig. Das geschieht unabhängig von der Zeit, zu der der Gottesdienst stattfindet. Deshalb möchten wir Sie bitten, an der Neu- und Umgestaltung aktiv mitzuwirken.
Der Pfarrgemeinderat wird in angemessener Frist die Erfahrungen mit der neuen Gottesdienstordnung und den Veränderungen im Leben „rund um die Kirchtürme“ sammeln und diese gemeinsam mit den Ortsausschüssen auswerten.
In jeder Veränderung liegt die Chance für Neuanfang und Erneuerung. Wir möchten diese Chance nutzen und bitten Sie herzlich, sich mit uns auf diesen Weg zu machen.
Der Pfarrgemeinderat
Langenfeld, 21. Mai 2011 |