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Hl. Cäcilia (Fenster in St. Aldegundis)Die hl. Cäcilia
Die heilige Cäcilia wurde um das Jahr 200 in Rom geboren und starb etwa 230 in Rom. Seit der 2. Hälfte des 5. Jahrhunderts wird sie als Märtyrin und Heilige der römischen Kirche verehrt. Zuverlässige Daten über ihr Leben und Martyrium fehlen.
Legende
Ihre nach 486 entstandene Passio hat keinen geschichtlichen Wert, ist rein legendarisch. Danach stammte Cäcilia aus dem römischen Adelsgeschlecht der Caecilier und wurde mit ihrem Verlobten Valerian und dessen Bruder Tiburtius, die sie für das Christentum gewonnen und Papst Urban I. getauft hatte, enthauptet, nachdem man vorher versucht hatte, sie im Dampfbad zu ersticken. Cäcilia wurde in der Calixtus-Katakombe bestattet und mit der späteren Stifterin der Kirche in Trastevere identifiziert, wo 545 am 22. November ihr Gedächtnis gefeiert wurde. Papst Paschalis I. ließ am 10.2. 821 die Gebeine Cäcilias in die Basilika S. Caecilia in Trastevere übertragen.
Verbindung zur Kirchenmusik
Erst seit dem 15. Jahrhundert wird Cäcilia als Patronin der Kirchenmusik verehrt, was seinen Grund in den Legendenzyklen hat. Ihr Attribut ist die Orgel. Die älteste Darstellung bietet das Mosaik an der linken Oberwand in S. Apollinare Nuovo in Ravenna von 570, wo sie im Chor der Jungfrauen erscheint. Erwähnt sei das Altarbild von Raffael (um 1515) für die Cäcilien-Kapelle von S. Giovanni in Monte in Bologna (heute: Bologna, Pinakothek).
Gedenktag
Die hl. Cäcilia wurde die Patronin der Kirchenmusik und sie wird oft mit einer Orgel dargestellt. Der Tag ihres Gedächtnisses ist der 22. November. So genannte Cäcilienfeiern wurden im 17. und 18. Jahrhundert mit großen, eigenen Kompositionen begangen. Unter den Komponisten, die dazu Werke beitrugen waren Henry Purcell, John Blow, Jeremiah Clarke, Matthew Greene, Daniel Purcell und Gerog Friedrich Händel (Alexander's Feast or the Power of Music und Ode for St. Cecilia's Day). Im deutschsprachigen Raum entstand unter anderem das Werk Cäcilia oder Die Feier der Tonkunst des Komponisten Georg Valentin Röder (1780-1848). Auch Benjamin Britten folgte mit der Hymn to St. Cecilia dieser Tradition.
Quellen:
Wikipedia
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon |
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