kopfgrafik

Wallfahrt


PilgerWallfahrten haben eine jahrtausendalte Tradition. Schon die Ägypter, Perser, Griechen und Römer unternahmen Pilgerreisen. In vielen Religionen ist es bis heute Tradition.

Seit dem 4. Jahrhundert sind Pilgerreisen von Christen, vor allem in das Heilige Land und zu Grabstätten von Märtyrern überliefert. Auch die Kreuzzüge im Mittelalter bezeichnete man als Wallfahrt.

In der heutigen Zeit gibt es so bekannte Orte wie Taizé und Lourdes, vom Jakobsweg haben inzwischen auch viele gehört oder gelesen.

Marienheide, eine kleine Gemeinde mit knapp 14.000 Einwohnern wird jedes Jahr von mindestens 4000 Pilgern aufgesucht.

Dabei sind Freundschaften entstanden, man freut sich auf das jährliche Wiedersehen, „lebt” gemeinsam den Glauben, holt sich Kraft und Energie für die kommende Zeit, dankt und bittet.

Das „Heier“ Pilgerzelt
Vor 30 Jahren überlegten wir im damaligen Liturgiekreis, wie wir Kindern in der Dritten Welt helfen könnten. Da kam der Gedanke auf, in der Oktav die Pilger mit Kaffee und Kuchen zu bewirten. Zwischen Wallfahrtskirche und dem Borromäushaus wurde ein Zelt aufgestellt, wo sich jedes Jahr die Pilger stärken und ausruhen können. Jeder Pilger gibt das, was er kann.

Über das Kinder Missionswerk in Aachen übernahmen wir eine Kinderpatenschaft in Awasa/Äthiopien. Unser Patenkind heißt Tesfaleddet (=Weihnachtshoffnung) und war damals 5 Jahre alt. Der Bischof Armido Gasparini der dortigen Diözese hat lange Jahre Kinder, Kinderheime und Kinderkliniken betreut und war dankbar für jede Spende, die er für Lebensmittel und Medikamente zur Verfügung hatte. Seit einigen Jahren hat Msgr. Lorenzo Ceresoli diese Aufgabe übernommen. Mittlerweile läuft dort in der Diözese ein Projekt der Landbearbeitung, um einer Hungersnot vorzubeugen. Es gibt eine besondere Pflanze, Enset, deren Wurzel essbar ist und zusammen mit dem Mais die Grundnahrung der einheimischen Bevölkerung ist. Daneben sind zwei weitere Zentren eingerichtet, in denen unterernährte Kleinkinder bis zu 5 Jahren versorgt werden. Ein Zentrum liegt in Bushullo, das andere in Fullasa. Über 400 unterernährte Kinder werden dort betreut mit Hilfe von UNICEF, den Schwestern der Mutter Theresa und den Franziskanerinnen.

Die Hilfe, die wir geben, kommt aus der Kaffee- und Kuchenaktion in der Oktav, durch die Spenden der Pilger und der Marienheider Kirchenbesucher. In den Briefen von Msgr. Lorenzo Ceresoli spricht er seinen herzlichen Dank aus und wünscht allen Spendern Gottes Segen.

Damit wir die Kinder in Äthiopien weiter unterstützen können, bitte ich Bereitwillige, Kuchen zu backen, auf die sich die Pilger wie in jedem Jahr schon freuen.

Ein herzliches Dankeschön im Voraus.

Anna-Regina Cremer


 
Zum Seitenanfang | Seite weiterempfehlen | Druckversion | Kontakt | Klassisch | Impressum