St. Gereon, Marienstatue und Schlesische Madonna


 

Schlesische Madonna

 

Im Neuen Testament wird uns berichtet, dass Jesus aus dem Kreis seiner Jünger zwölf Apostel berief. Nach Verrat und Selbstmord von Judas, wählten die Apostel aus dem Kreis der Jünger Matthias als 12. Apostel. Später wurde noch Paulus in den Kreis der Apostel berufen. So sind es nun dreizehn Apostel. Auch in unserer Kirche, St. Gereon, ist als Figurenschmuck der Kranz der 13 Apostel an den Säulen des Mittelschiffs und an der Außenwand des linken Seitenschiffes angebracht.
Im Neuen Testament wird sehr häufig die Muttergottes mit zum Kreis der Apostel genannt.

Mit großer Freude ist nun zu berichten, dass die Fürsten-Familie von Hatzfeldt aus unserer Gemeinde unserer Kirche eine fast lebens-große Marienstatue mit Jesuskind als Dauerleihgabe aus ihrem Besitz zur Verfügung stellt. Es ist eine schlesische Madonna mit Kind. Sie stammt ursprünglich aus einer Friedhofskapelle in Prausnitz nahe Trachenberg (Schlesien). Die Statue ist aus Holz geschnitzt und bemalt; sie wurde etwa um 1500 angefertigt.

Auf einem Sandsteinsockel an der Außenwand des rechten Seiten-schiffes, gegenüber der Apostelfigur von Judas Thaddäus, wird sie ihren Platz haben. Der Blick der Muttergottes geht sowohl in Richtung Altar, als auch ein wenig nach unten. So fällt ihr Blick auf ihren gekreuzigten Sohn am großen Kreuz, als auch auf uns Gläubige in den Kirchenbänken.

H.-J. Bauckholt

 


 

 

 

Marienstatue

 

Die Muttergottes-Figur, die bereits aus der alten Kirche stammt, also mindestens aus dem 18. Jahrhundert ist, wurde 1957 aus den alten Beständen in ihrem Äußeren renoviert. Sie ist aus Holz und für Gewänder geschaffen. Krone, Zepter und Reichsapfel erhielten echte Vergoldung. Neue, kostbare Gewänder wurden ihr angelegt und mit gesammelten Goldstücken und Schmuck verziert. Da sie so wertvoll war, wurde die Madonna hinter Glas gestellt. Sie hat dadurch - und durch die offensichtlich kostbare Gestaltung - die Nähe zu den Menschen verloren.