St. Gereon, Die Kirchenorgel


 

Die erste Orgel stammte auch aus der alten romanischen Kirche. Nur mit großer Mühe und hohen Reparaturkosten konnte die Orgel erhalten werden. 1827 wurde sie erstmals in der neuen Kirche zum Gottesdienst gespielt.
Genau 100 Jahre später also, 1927, wurde eine neue Orgel eingebaut. Diese damals hochmoderne Orgel sollte das "non plus ultra" der Orgeltechnik sein, aber sie hatte schon ihre Eigenarten. Sie war keine mechanische, sondern eine pneumatische Orgel, wurde also mit Luftdruck betätigt. Sie war schwer zu spielen, da es durch den Luftdruck zur verzögerten Wiedergabe der Töne kam. Hinzu kam, dass sich der Druck nicht ganz gleichmäßig aufbaute und hielt. Es kam dadurch auch noch zu Schwankungen in den Tönen. Viele Merheimer können sich noch an diese Orgel erinnern, da bei Stromausfall mit Blasebalgtreten nachgeholfen werden musste. Stromausfall gab es zu dieser Zeit oft und so durften häufig einige Messdiener statt Altardienst den Blasebalg der Orgel treten.
Natürlich war es daher, nachdem die größten Schwierigkeiten des Krieges beseitigt waren, dass auch an eine neue Orgel gedacht wurde. So wurde jahrelang für dieses Projekt gesammelt.
1976 wurde die heutige Orgel eingebaut. Am Palmsonntag wurde die feierliche Einweihung gefeiert. Domorganist, Professor Zimmermann, spielte die Orgel und Domvikar Obernier hielt die Festansprache.

Überdauert hat alle diese Orgelneubauten das äußere Holzgehäuse. Hierbei handelt es sich noch um das Gehäuse der Orgel, die schon in der alten romanischen Kirche war.
Diese Orgel ist aus einem Dominikanerkloster wegen Klosteraufhebung übernommen worden. Sie war für die alte Kirche eigentlich viel zu groß, sie reichte durch die Decke bis ins Dach. Das alte Gehäuse und die neue Orgel harmonieren gut zusammen, so dass heute - Orgel und Gehäuse - wie eine Einheit aus früherer Zeit wirken.