St. Gereon, Altäre


 

Hochaltar

 

Der Hochaltar ist in barocker Ausführung, während die beiden Seitenaltäre in klassizistischem Stil mit barocker Mensa ausgeführt sind. Das genaue Alter der Altäre ist nicht bekannt, aber den Stilrichtungen entsprechend müsste der Hochaltar aus der Zeit von 1600 bis 1730 (Barock) und die beiden anderen Altäre von 1750 bis 1830 (Klassizistik) stammen. In den etwa 170 Jahren, die diese Altäre in der Merheimer Kirche stehen, sind sie schon häufig im Aussehen verändert worden. Jede Zeit hatte eine andere Meinung über das
schöne Aussehen der Kirche und vor allem der Altäre. So haben die etwas älteren Merheimer schon selbst Veränderungen erlebt. Unter Pfarrer Overath wurden die zum Altar gehörenden Figuren, weil sie so "schlecht geschnitzt" waren,, von einem Kölner Künstler neu gestaltet. Viele kennen noch den großen Christuskorpus am Holzkreuz mit Maria und Johannes auf dem Hochaltar.
Früher waren ganz außen zwei Cherubine angebracht, die nach dem Entwurf kniend dargestellt, aber stehend ausgeführt waren., wie auf Bildern zu sehen ist.
1907, im Jahr des Säuleneinbaus in der Kirche, wurden diese Engel auf dem Hochaltar aufgestellt. 1959 wurde am Hochaltar eine Restaurierung versucht, die zu einer neuen Farbgebung und Vergoldung führte, "entsprechend der alten Farbgebung". Dieses Aussehen des Hochaltars kann sich aber - entsprechend den Aufzeichnungen - nicht in der Merheimer Kirche gewesen sein, sondern schon evtl. viel früher, vielleicht die ursprüngliche Farbgebung?

 


 

Seitenaltäre und Zelebrationsaltar

 

Die beiden Seitenaltäre wurden dann ebenfalls 1958 von Altarmaler Schüttler aus Bonn entsprechend dem Stil in grau und weiß ausgemalt. Der zusätzliche Altar, entsprechend der Liturgiereform, steht heute mitten im Chorraum und der Priester kann die hl. Messe mit Blick zur Gemeinde feiern. In dieser Kirche ist der Wandel von der zuhörenden Gemeinde zur Kirche als Gemeinschaft sichtbar.
Der Entwurf zu dem neuen Altar ist von Herrn Herbert Kreutzer aus Merheim, Attendorner Straße. Das Material ist Mainsandstein.