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Monastische Gemeinschaften von Jerusalem

«Du wählst nicht, Gebet und Leben voneinander zu trennen, sondern zu vereinen. Das Miteinander von Aktion und Kontemplation, von Arbeit und ruhendem Gebet lebst du wie Jesus selbst und unzählige Mönche schon vor dir … Erhebe im Herzen der Stadt die beiden Hände des Lobpreises und der Fürbitte.»
(Lebensbuch von Jerusalem)

Allerheiligen 1975 wurde mitten in Paris, in der Kirche St. Gervais, die erste Monastische Gemeinschaft von Jerusalem durch Bruder Pierre-Marie Delfieux ins Leben gerufen.
Die Brüder und Schwestern von Jerusalem bilden zwei kirchlich anerkannte, voneinander unabhängige Institute geweihten Lebens mit monastischer Ausrichtung, deren Charisma vor allem in dem Lebensbuch von Jerusalem zum Ausdruck kommt.

Es ist ihre Berufung, durch ihr kontemplatives und gemeinschaftliches Leben Gottes Gegenwart aufleuchten zu lassen und durch ihre gesungene Liturgie im Herzen der Wüste unserer Städte Oasen des Gebets, des Friedens, der Stille und des Teilens zu schaffen.

Ihre Lebensform ist durch die Gelübde der Armut, der Keuschheit und des Gehorsams ganz auf den Lobpreis Gottes, die Fürbitte und die Anbetung ausgerichtet. Sie verbindet die Suche nach Gott im persönlichen und stillen Gebet, die tägliche Schriftlesung, die theologische Fortbildung mit der Offenheit für diese Welt. Dies kommt in der Feier der Gottesdienste, der Arbeit, der Gastfreundschaft und verschiedenen geistlichen Angeboten zum Ausdruck.

Fünf Grundzüge ihrer Berufung :

• Die Brüder und Schwestern von Jerusalem sind vor allem Städter: Eingebunden in den Kontext der Großstadt und deren Rhythmus, leben sie in einer Kirche, die für die Stadt offen sein will.
• Sie arbeiten als halbtags als Lohnempfänger, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, und möchten durch ihr abhängiges Arbeitsverhältnis solidarisch mit den meisten Menschen von heute bleiben.
• Sie verzichten weitestgehend auf jede Art von Eigentum und Immobilienbesitz.
• Ihr Leben ist nicht von Klostermauern umgeben, denn die Stadt ist ihr Kloster. Aber sie möchten eine innere Klausur leben, die ihnen hilft, Zeiten und Orte der Stille und der Einsamkeit zu bewahren. Ihr monastischer Habit, ihre Klosterzelle, die langen Zeiten des persönlichen Gebets sind Ausdrucksformen einer authentischen Trennung von der Welt, die sie aber immer im Geist wirklicher Gemeinschaft zu leben versuchen.
• Auf der Basis des II. Vatikanums stehen sie in direkter Verbindung zur Diözesankirche und damit zu dem Ortsbischof einer jeden Stadt, in die sie gerufen wurden.

Dreimal täglich kommen die Schwestern und Brüder zum gemeinsamen Gebet im Herzen der Kölner Innenstadt in der Kirche Groß Sankt Martin zusammen, die ihnen seit April 2009 anvertraut wurde.
Ihre römisch-katholische Liturgie, die sie mehrstimmig singen, integriert dabei auch Elemente der östlichen Schwesternkirchen und setzt damit bewusst ein Zeichen gelebter Ökumene.

Gebetszeiten:

Dienstag – Samstag :
7.00 Uhr Laudes (Samstag: 8.00 Uhr)
12.30 Uhr Mittagsgebet
18.00 Uhr Vesper
18.30 Uhr Eucharistiefeier

Sonntag:
8.00 Uhr Auferstehungsoffizium
11.00 Uhr Eucharistiefeier
18.30 Uhr Vesper

Montag ist der«Wüstentag» der Gemeinschaften


Kontaktadressen:
• Monastische Gemeinschaft der Brüder von Jerusalem
An Groß Sankt Martin 9
50667 Köln
Telefon: 0221 / 25 08 49 00
E-Mail: brueder.jerusalem@t-online.de
http://jerusalem.cef.fr

• Monastische Gemeinschaft der Schwestern von Jerusalem
An Groß Sankt Martin 11
50667 Köln
Telefon: 0221 / 27 79 47 47
E-Mail: schwestern.jerusalem@t-online.de

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