24 | 11 | 2017

Jericho - Einkehrwoche über Silvester

Mein Weg zur Jericho-Woche...

°November 2016: Sonntag Abend: Kirche
Der Gemeinderat macht Ende der Messe seine Ankündigungen. Danach ergreift Pater Gerold das Wort und erzählt von der Jericho-Woche der Gemeinschaft Chemin Neuf über Silvester in Berlin. Ich überlege, was ich Silvester vorhabe und stelle fest, dass ich mir noch keine Gedanken gemacht habe. Ich könnte in Bonn bleiben und mit meinen Studienfreunden was machen oder mit meinen Schulfreunden aus der Heimat? Die Woche in Berlin hört sich ja auch gut an, aber ich kenne da ja niemanden außer Pater Gerold.

°zwei Wochen später: Sonntag Abend: Kirche
Diese Jericho-Woche hört sich ja echt spannend an, aber so ein genauer Ablauf der Tage wurde ja noch nicht vorgestellt. Ein wenig Zeit am Ende des Jahres zur Reflexion tut mir bestimmt gut. Aber nein! Das Semester war schon anstrengend genug und im Januar stehen die Klausuren an. Ich sollte die freien Tagen nutzen um den Stoff zu wiederholen und meine Übungszettel zu machen...

°Ende November: Sonntag Abend: Bistro
Ich frage Pater Gerold, was denn nun genau die Jericho-Woche ist und sage, dass ich vielleicht Interesse habe. Er erklärt mir, dass die Woche in Berlin in einem Kloster stattfindet mit Jugendlichen, es Gebetszeiten, Vorträge, Austausch und freie Zeit sowie Stille gibt. Er ist so begeistert, während er davon spricht und ermutigt mich mitzufahren. Das mit der Anmeldung wäre auch ganz einfach, ich bräuchte ihm lediglich mitteilen, dass ich dabei bin und dann klappt das.

°ein paar Tage später: Abends: in meinem Bett
Ich überlege was ich nun Silvester mache und stelle genervt fest, dass ich eigentlich keine Lust habe mir darüber Gedanken zu machen, aber besser als zu lernen. Eine Woche Zeit für mich und Gott klingt entspannend. Ich bin ziemlich kaputt vom Semester und möchte zur Ruhe kommen. Silvester in Berlin ist bestimmt ziemlich cool. Außerdem meinte Alessandra in einem Gespräch mit Peter bei einer KHG-Veranstaltung, dass die Jericho-Woche ihr persönliches Highlight im Jahr sei. Dann muss das gut sein? Alessandra finde ich sympathisch.

°Anfang Dezember: Nachmittags nach der Uni: in meinem Zimmer
Ich telefoniere mit meiner Mama und erzähle ihr unter anderem, dass ich überlege nach Berlin über Silvester zu fahren mit der Kirche. Sie sagt, dass ich doch ruhig nach Berlin fahren solle.
Ich denke, dass nichts gegen die Woche spricht und es bestimmt eine tolle Erfahrung ist. Ich bin ja auch eigentlich nicht schüchtern und neue Leute werde ich schon irgendwie da kennenlernen.
Ich schreibe Pater Gerold eine E-mail, dass ich bei der Jericho-Woche dabei bin.

°26.Dezember 2016: 23:30 ungefähr: Kölner HBF
Ich stehe mit meinen Großeltern am Gleis und steige in den ICE nach Berlin.
Am nächsten Tag am Kloster angekommen rufe ich bei Alessandra an, die ist als Kontakt in der E‑mail vom Sekretariat angegeben. Ich frage nach, wo ich genau hin muss oder klingeln soll (die Anreise war für die Teilnehmer erst für Nachmittags angegeben, ich bin aber schon einen halben Tag früher da). Sie kommt an die Tür, begrüßt mich total süß und sagt, sie gucke nach, in welchem Zimmer ich untergebracht bin. Währenddessen würde Kuhn mir das Kloster einmal zeigen.
In meinem Zimmer angekommen, erklärt Alessandra wie Tag heute abläuft und wann das erste Treffen ist. Jetzt gleich gäbe es schon ein kleines Treffen, zu dem ich gerne kommen darf. Ich könnte aber auch schlafen, die Fahrt sei bestimmt anstrengend gewesen.

 

°Die Jericho-Woche

Vormittags verbringen wir in Stille und nachdem wir mit lustigen Tänzen und Lobpreis in den Tag gestartet sind, gibt es einen Vortrag sowie eine Gebetsübung. Später dann sehr leckes Essen und nachmittags dann neben verschiedenen geistlichen Programmpunkten innerhalb der Woche Spiel und Spaß. Wir haben zudem jeden Tag Fraternität, das ist eine Austauschgruppe. Abends gibt es dann wieder eine Gebetszeit, in der wir teilweise auch einen Psalm zusammen gesungen haben. Ich habe direkt super nette Menschen kennengelernt, gute Gespräche gehabt, viel gelacht, sodass ich am Ende der Woche ein wenig Schlafmangel zu verzeichnen hatte, aber der war es definitiv wert ;-)

 

°Ende August 2017: Abends: in meinem Bett
Ich bin Montag vom Festival Welcome to Paradise wieder nach Bonn gekommen, wo ich viele der "Jericho-Menschen" wieder treffen durfte. Das war toll! Ich erinnere mich an letztes Jahr, wie gut mir die Woche getan hat, was Gott alles angestoßen hat in meinem Leben und dass ich mich riesig auf meine zweite Jericho-Woche dieses Jahr freue und jedem wünsche diese Erfahrung zu machen.

Wenn ihr Fragen zu der Woche habt, sprecht mich gerne an! Ich freue mich euch im Dezember in Berlin zu sehen!

Eure Pia

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