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Lebensmittel

Es sind die Essgewohnheiten, welche dafür sorgen, dass klimaschädliche Gase entstehen können

85 Prozent der Deutschen essen täglich oder mehrmals die Woche Fleisch! Die Umweltstiftung WWF hat jetzt in einer Studie errechnet, dass Essgewohnheiten dem Klima sogar mehr schaden als der Verkehr. Von den jährlich 950 Millionen Tonnen Emissionen in Deutschland entsteht ein Fünftel durch unsere Ernährung, etwa durch Viehhaltung, energieintensive Landbewirtschaftung sowie Herstellung und Lagerung der Endprodukte. Der Verkehrssektor trägt nur etwa 16 Prozent dazu bei. Verzichtet jeder Deutsche einmal in der Woche auf Fleisch, sinkt der Ausstoß von klimaschädlichen Gasen um neun Millionen Tonnen - das entspricht etwa 75 Milliarden Kilometern mit dem Auto. Isst jeder Bundesbürger nur die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlene Menge von 450 Gramm pro Woche, sind es sogar 27 Millionen Tonnen.

Eine Reduzierung der Lebensmittelverschwendung würde den Ausstoß um weitere 40 Millionen Tonnen verringern. Rund 80 Kilogramm Lebensmittel schmeißt jeder Deutsche im Jahr weg, mehr als die Hälfte davon wäre vermeidbar. Beides zusammen genommen sind das etwa sieben Prozent des Gesamtausstoßes an Treibhausgasen, die sich durch eine Änderung der Ernährungsgewohnheiten vermeiden ließen.

http://www.wiwo.de/technologie/umwelt/studie-wie-fleischkonsum-dem-klima-schadet/7393496.html

 

Hinsichtlich der katholischen Ethik beziehungsweise Fleischkonsum empfehlen wir das Interview mit dem Kapuzinerpater Rotzetter

http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/wer-fleisch-isst-isst-das-brot-der-armen

Nicht nur die Gewohnheiten umstellen, sondern darauf achten woher und wie produziert

Ausreichend und gesunde Nahrung für alle, aber auch Schutz und Erhalt von Boden, Wasser, Biodiversität und Luft – dafür steht eine nachhaltige Land- und Forstwirtschaft. Sie ist Teil der Lösung, um die gesetzten Nachhaltigkeits- und Klimaschutzziele zu erreichen – in Deutschland und weltweit. Denn die Land- und Forstwirtschaft nutzt – zusammen mit der Fischerei – rund 83 Prozent der Fläche Deutschlands. Sie arbeitet mit und in der Natur, hat Einfluss auf das Klima und ist zugleich unmittelbar vom Klimawandel betroffen.

https://www.bmel.de/DE/Landwirtschaft/Nachhaltige-Landnutzung/nachhaltige_landnutzung_node.html

Unsere Empfehlung

Achten Sie darauf, ob die Produkte aus biologischem bzw. ökologischem Landbau stammen. Es ist eine besonders ressourcenschonende und umweltverträgliche Wirtschaftsform, die sich am Prinzip der Nachhaltigkeit orientiert. Das Bio-Siegel schafft Transparenz und ist eine verlässliche Orientierungshilfe im Bio-Zeichendschungel.

BIO-Siegel

Neben der Vielfalt und den Möglichkeiten der gesunden Ernährung soll das Thema Hunger uns nicht kalt lassen!  

https://www.welthungerhilfe.de/hunger.html

 

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