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Seit 1797 von Lohausen nach Pempelfort

Wallfahrt zur Erinnerung nach Seuche

Die Fußpilger aus Lohausen in den Straßen von Pempelfort.Die Fußpilger aus Lohausen in den Straßen von Pempelfort.Hl. Rochus: Wetterfahne auf dem Dach der Lohauser Kirche St. Mariä Himmelfahrt.Hl. Rochus: Wetterfahne auf dem Dach der Lohauser Kirche St. Mariä Himmelfahrt.Jährlich am Sonntag nach dem Festtag "Peter und Paul" startet die Wallfahrt zu Ehren des Heiligen Rochus von St. Mariä Himmelfahrt in Lohausen aus. Ziel ist die St.-Rochus-Kirche [extern] in Pempelfort. Die Pilger folgen damit einem Gelübde ihrer Vorfahren, die 1796 anlässlich einer Viehseuche den jährlichen Pilgergang zur damaligen Rochuskapelle in Pempelfort gelobten.

Seit 1797 gilt diese Tradition, machen sich Lohauser und heute auch Mitglieder der Kirchengemeinde Heilige Familie auf den Weg nach Pempelfort. Mit dabei ist immer eine große Kerze, die dann während des Jahres die Rochusfigur in der modernen Rochuskirche schmückt.

Die Wallfahrt erfuhr Mitte des 19. Jahrhunderts einen außerordentlichen Aufschwung, als die Cholera und Lungenepidemien das Rheinland heimsuchten. So findet die Wallfahrt seit über 200 Jahren ohne Unterbrechung statt, auch wenn die Teilnehmerzahl heute oft nicht mehr so groß ist, obwohl doch Seuchen grassieren wie BSE, Geflügelpest, SARS oder AIDS.

An die lange Tradition der Lohauser Wallfahrt erinnern heute noch ein Fenster im Chorraum der Kirche St. Mariä Himmelfahrt und Windfahnen mit Rochusdarstellungen auf dem Dach.

Stand: 13. März 2012


 
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