Beichte . Sakrament der Versöhnung
- „Ich wüsste nicht, was ich beichten sollte, mir fallen gar keine Sünden ein.“
- „Wenn ich jemanden verletzt habe, dann kläre ich das auch mit demjenigen alleine und
brauche keinen Pfarrer dazu.“
- „Ich habe zum ersten und letzten Mal bei meiner Erstkommunion gebeichtet.“
- „In den Beichtstuhl gehe ich nicht rein, weil ich da schlechte Erfahrungen gemacht
habe.“
So oder so ähnlich denken viele Menschen heute über das Thema Beichte. Das Sakrament ist für
viele Menschen fremd geworden, und es fehlt oft die lebensnahe und eigene Praxis. Dadurch bauen
sich immer größere Hemmschwellen auf, obwohl - wenn wir ehrlich zu uns selbst sind - uns doch der
ein oder andere Stein einfällt, den ich anderen in den Weg lege. Und ich trage bestimmt auch mit
meinem Verhalten dazu bei, dass die Beziehungen, in denen ich lebe, gestört werden und aus dem
Gleichgewicht geraten.
Das Sakrament der Versöhnung kann eine Hilfe zum Neuanfang sein. Neuanfangen ist ein Geschenk,
und dies darf ich mit mir selbst, in den zwischenmenschlichen Beziehungen, in denen ich lebe, und
in meiner Gottesbeziehung: immer und immer wieder. Denn Gott schenkt mir diese Versöhnung, auch da,
wo dies manchmal zwischen Menschen nicht mehr möglich ist. Sünde ist, die Liebe zu leugnen. Überall
da, wo ich mich gegen die Liebe gestellt habe, darf ich einen Schlussstrich ziehen und neu
beginnen!
Wie das geht? Im Beichtgespräch.
Das kann nach Vereinbarung mit einem Priester sein oder zu den regulären Beichtzeiten in unserer
Pfarrgemeinde (siehe rechts). Ein Beichtgespräch muss übrigens nicht im Beichtstuhl stattfinden,
sondern kann auch ein Spaziergang am Rhein oder ein Gespräch unter vier Augen an einem anderen
neutralen Ort sein.
Und noch eins ist wichtig: das Beichtgeheimnis. Niemand wird von diesem Gespräch erfahren, auch
das kann manchmal gut tun. Probieren Sie es aus und sprechen Sie uns an!
Stand: 1. Oktober 2011 |