Keimen

..sehen wir in diesen Tagen den neuen Frühling. Mich fasziniert in jedem Jahr ganz besonders diese Zeit, wenn die ersten Krokusse und Narzissen ihre Köpfe mitten in der Kälte des ausgehenden Winters herausstrecken und das neue Leben zum Vorschein kommt. Mancher wird sich schon freuen, wenn er endlich wieder mit Spaten und Rechen bewaffnet hinaus in den Garten kann und das Gartenjahr richtig anfängt.

Im kirchlichen Jahreslauf stehen wir mitten in der Fastenzeit. Eigentlich geht es dabei gar nicht so sehr um das Fasten sondern um „Umkehr“ und „Umdenken“. Auch die ersten Christen kannten bereits das Problem, dass der „geistige Vorgarten“ eines Menschen nur allzu gerne und allzu leicht zuwuchert. Manche Gedanken und Verhaltensweisen machen sich breit und lassen für anderes keinen Platz mehr.

Ängste, Wünsche, Forderungen oder der Gedanke an das liebe Geld besetzen und durchwurzeln den ganzen geistigen Raum. Die Fastenzeit ist eine Einladung zur geistigen Gärtnerarbeit. Ein blühendes geistiges Leben stellt sich nicht von alleine ein. Es braucht Pflege und Aufmerksamkeit, damit Wichtiges wirklich wichtig und Unwichtiges unwichtig bleibt. Es braucht auch Aufmerksamkeit, damit der Gedanke an Gott und das Gebet nicht vom Alltäglichen überwuchert werden.

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Genießen Sie die Zeit des Keimens und Aufbrechens und tun wir es der Natur gleich, strecken wir uns Richtung der Sonne unseres Lebens, Jesus Christus. Von Herzen wünsche ich Ihnen eine gesegnete Zeit bis Ostern und ein gesegnetes Osterfest,

 

Ihr Christoph Hittmeyer, Pfr.   Pfarrbrief Ostern 2018

 

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