Liebe Leserinnen und Leser unseres Pfarrbriefes,

Karneval und Aschermittwoch liegen gerade hinter uns und bis Ostern leben wir nun die Fastenzeit: gerne schreibe ich nun ein paar Zeilen in diese Zwischen-Zeit.
Zwei Zahlen machten mich jüngst stutzig und beschäftigen mich seither. Es ist ja immer schwer, sogenannte „repräsentative Umfragen“ zu lesen. Das EMNID-Institut hat im Auftrag des evangelischen Magazins „Chrismon“ nachgefragt und berichtet, dass 30 Prozent aller Deutschen an eine Auferstehung nach dem Tod glauben. Überraschend war für mich aber zu lesen, dass der Prozentsatz dabei bei den jungen Menschen (bis 29 Jahre) bei 38 Prozent liegt, bei den älteren Menschen dann jedoch auf 28 Prozent zurückgeht.
Offenbar verändert sich unsere Sicht auf das Leben und den Tod im Laufe unserer Lebensjahre. Wie ist das bei Ihnen?
In der Shell-Jugendstudie lese ich, dass 70 Prozent der jungen Menschen in Deutschland zwischen 15 und 24 Jahren positiv und mit viel Hoffnung in die Zukunft blicken.

Vermutlich werden nur wenige junge Menschen diesen Pfarrbrief lesen. Die zwei Zahlen 38 und 70 Prozent bleibt aber eine Anfrage an alle, die älter als 29 Jahre alt sind. Das betrifft wohl die meisten Leserinnen und Leser dieses Pfarrbriefes.

Ob die klassische Gretchenfrage „Nun sag, wie hast Du’s mit der Religion?“ doch gar nicht so negativ für die jungen Menschen ausfällt, wie wir es manchmal empfinden in dieser Zeit?
Messen wir vielleicht manchmal zu sehr an den Traditionen und übersehen die Zuversicht und Kraft der jüngeren Generation?
Ostern will uns allen Perspektive schenken, für unser Leben hier auf der Erde ebenso wie für das Leben nach unserem Tod. Ich wünsche Ihnen in diesem Jahr ein gesegnetes und stärkendes Osterfest, das wirklich neue Perspektive spendet und somit uns für die uns folgende Generation zu Glaubens- und Hoffnungsboten macht. Lassen wir uns anstecken!

 

Ihr Christoph Hittmeyer, Pfr.   Pfarrbrief Ostern 2017

 

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