Taizé-Kreis Stommeln - seit 1991

Zur Entstehung

 

Taizé ist ein kleines Dorf in Süd-Burgund in Frankreich. Es wurde weltweit bekannt durch die ökumenischen Aktivitäten des Priors der dortigen Brüdergemeinschaft, Bruder Roger Schutz, seit 1940. Die Jugend aus der ganzen Welt pilgert inzwischen dorthin, um sich vom Geist der Versöhnung und Toleranz inspirieren zu lassen.

Persönliche Kontakte seit den 60er Jahren führten dazu, dass 1991 aus Stommeln eine Gruppenfahrt nach Taizé für Erwachsene, d.h. mit Hotelübernachtung in Cluny, gestartet wurde. Inzwischen sind wir als Gruppe 20 Mal nach Taizé gefahren, zuletzt 2014 mit 54 Personen. Wir kennen jede Lokalität dort, und die Menschen und Bäume kennen uns. Das Geheimnis des Erfolges?

Die wunderbare Gemeinschaft der inzwischen älter Gewordenen, das Singen der meditativen Gesänge von Taizé und andere Lieder, das Wandern, die Begegnungen und nicht zu vergessen: die reichhaltigen Picknicke in wunderschönen Landschaften. Andererseits gilt für uns: Wo immer wir sind, da ist auch Taizé!

 

Unsere Abendgebete

 

Der Geist von Taizé hat auch uns erfasst, unterschiedlich tief und unterschiedlich breit. Diese Streuung betrachten wir als unsere Stärke. Die hohe Zahl der sich Engagierenden ermöglicht wechselnde "LiturgInnen". Jedes Abendgebet ist eine persönliche Botschaft.

Ein wesentliches Element der Gottesdienste in Taizé ist abends das 10-minütige Schweigen am Stück und morgens die Mahlgemeinschaft. Wir versuchen uns in beidem. Wir orientieren uns dabei an Jesu Froher Botschaft, und hier insbesondere an Mt 22,36-40, dem Liebesgebot, dem sich alle Gesetze unterzuordnen haben. Wir geben keine Antworten, stellen jedoch viele Fragen. Glaube kann nicht vorgeschrieben werden. Glaube ist die Form der Liebe des einzelnen Menschen zum Göttlichen, und Liebe kann man nicht erzwingen. Schweigen ist die Zwiesprache mit dem Göttlichen in mir - intensives Beten. In der Mahlgemeinschaft teilen wir das Brot miteinander, wie nicht selten in ökumenischen Gottesdiensten, u.a. auch in der kath. Gemeinde St. Heinrich in Fürth/Bayern. Der dortige Dekan nennt es "Schweigemahl" - weder Eucharistie noch Abendmahl. Es bleibt dem Empfänger überlassen, was es ihm bedeutet.

Wir sind als pilgerndes Volk Gottes unterwegs und betrachten das Martinus Haus einmal im Monat als unsere "Karawanserei", wo wir uns stärken können - abschließend immer auch mit Käse und Rotwein...

 

Wann und wo?

 

Wir sind ein offener "Kreis" und freuen uns auf jede(n), der/die bei uns mal "reinschnuppert", und zwar jeden ersten Werktag-Donnerstag im Monat, jeweils um 19.30 Uhr.

 

Leiter des Taizé-Kreises: Winfried Preuschoff